Albert Schloß

Bild 1: Collage von Otto Pröls zum Gedenken an Albert Schloß, 2020.
Bild 1: Collage von Otto Pröls zum Gedenken an Albert Schloß, 2020.

Otto Pröls entstammt einer Mühlhausener Familie, die über alle Zeiten hinweg ihre Freundschaft mit dem Mühlhausener Juden Albert Schloß aufrecht gehalten hat. Im Herbst 2020 übergab Herr Pröls diese Collage dem Verein „Forum Alte Synagoge Mühlhausen e.V.“.

Er möchte damit das Andenken an den Freund seiner Familie für alle Zeiten wach halten.

 

Der letzte Jude von Mühlhausen

Eine Hommage an Albert Schloß

von Christof Eberstadt

Albert Schloß war das erste Kind von Hermann (auch: Hirsch) Schloß (1851-1921), von nicht bekannter Herkunft, und seiner in Ermreuth geborenen Ehefrau Karoline (auch: Kela, 1849-1935). Deren Eltern, Feis Holzinger (1803-1882) und Eva (auch: Chawa) geb. Schönberger (1807-??), auch deren Vorfahren, haben alle – soweit bekannt – ihr Leben in Ermreuth verbracht und haben am Ende auf dem idyllisch gelegenen Friedhof am Nordhang des Hetzles ihre letzte Ruhe gefunden. Dort künden ihre Grabsteine für alle Zeiten von einem jüdischen Franken, das nicht mehr ist.

Bild 2: Auf dem Jüdischen Friedhof der untergegangenen Gemeinde Ermreuth.

Über den Familienvater Hermann Schloß weiß man nur, dass er von Beruf Kaufmann war und dass er bis September 1888 den Vorsitz des Ermreuther jüdischen Geselligkeitsvereins „Casino“ innegehabt hat, woraus man schließen kann, dass er ein geselliger Mensch gewesen ist. Wo seine Heirat stattgefunden hat, ist unbekannt – nicht in Ermreuth. Im Familienwohnhaus Nr. 31 in Ermreuth lagen Freud und Leid eng beieinander: Kela brachte elf Kinder zur Welt, von denen einige das Kleinkindalter nicht überlebten, von anderen ist uns deren Werdegang nicht bekannt; und dann gab es noch drei Kinder, welche als Geschwister gemeinsam erwachsen werden durften und die schließlich die Schrecken des Dritten Reichs durchleben mussten: Albert (geb. 1878) und seine Schwestern Marie (geb. 1886) und Grete (geb. 1887).

Albert Schloß war sicher genug Schüler der Ermreuther jüdischen Schule gewesen. Ob er im Jahrgang 1885/86 (also mit 7 Jahren) einer der elf Werktagsschüler gewesen ist oder einer der drei Sonntagsschüler, können wir nur indirekt aus einer schnöden Zahlenstatistik entnehmen.

Im jüdischen Leben feiert der Sohn bei Erreichen des 13. Lebensjahres seine Bar Mitzwa, mit welcher der Übertritt in das Erwachsenenalter besiegelt wird. Wir können sicher sein, dass Albert Schloß dieses Fest 1891 in der Ermreuther Synagoge gefeiert hat, womit er als volljähriges Gemeindemitglied mit allen Rechten und auch Pflichten galt.

Bild 3: Synagoge Ermreuth im renovierten Zustand von 2011.

Über seine Berufsausbildung zum Kaufmann und das weitere Leben in Ermreuth ist uns nichts bekannt. Albert Schloß und seine Eltern (wahrscheinlich auch die beiden Schwestern) hatten ihre Heimat bereits in Richtung Nürnberg verlassen, als Albert Schloß am 22. Juni 1907 mit 29 Jahren die in Mühlhausen am 17. August 1874 geborene Emma Löwenthal heiratete. Es war üblich, dass die Hochzeit am Wohnort der Braut stattfand, das bestätigt auch der Heiratsakt im Standesamt. Und so können wir davon ausgehen, dass die Zeremonie unter dem Hochzeitszelt in der Synagoge von Mühlhausen stattfand – und dass ziemlich sicher Albert Schloß ein geleertes Weinglas am heute noch sichtbaren Chuppastein der Synagoge zerschellen hat lassen, um damit seiner Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass der Ehe Glück beschieden sein werde. Es sollte anders kommen, doch dazu später.

Von Familie Löwenthal wissen wir wenig. Emmas Vater war der seinerzeit 63-jährige Buchbinder Jakob Löwenthal (geb. also 1844). Er lebte mit der Tochter z.Zt. ihrer Heirat in der Hausnummer 69 in Mühlhausen. Seine 1907 vor der Hochzeit bereits verstorbene Ehefrau Babette war eine geb. LAUPHEIMER und verw. SULZBACHER. Der Vater folgte ihr im Tod am 23. Mai 1909, beide sind auf dem Mühlhausener Friedhof begraben.

Über einem sieben Jahre älteren Bruder der Emma erfahren wir aus dem „Königlich Bayerisches Kreis-Amtsblatt von Oberfranken“ Nr. 2 vom 7. Januar 1874 „Die Belohnung muthvoller Handlungen betreffend“, ein Sohn des Handelsmanns Löwenthal zu Mühlhausen sei am 15. Juli 1873 von dem „Mühlarzte Johann Baier von Pommersfelden …aus dem hoch angeschwollenen reißenden Ebrachfluße mit eigener Lebensgefahr errettet[.]“ worden, wofür dem Retter „Im Namen seiner Majestät des Königs“ eine Belohnung von 5fl (Gulden) zuerkannt wurde.

Die Eheleute Albert und Emma lebten in ihrem Elternhaus Nr. 69, die Adresse hieß später Marktstraße und heute ist es das Haus Hauptstr. 15, wo der Ehemann einen Tabakhandel zum Lebensunterhalt betrieb. Kinder waren dem Paar nicht vergönnt. 1924 begegnen wir Albert Schloß als Mitglied des fünfköpfigen Vorstands der Gemeinde mit seinerzeit 52 Mitgliedern, die (weil sie im Unterschied zu alten Zeiten keinen eigenen Rabbiner mehr hatte) dem Distriktsrabbinat Bamberg zugeordnet war.

Am 16. Januar 1921 starb der Kaufmann Hermann Schloß in Nürnberg im Alter von 69 Jahren und 9 Monaten. Er wurde am 17. Januar auf dem Neuen Jüdischen Friedhof an der Schnieglinger Straße in Nürnberg begraben. Der Sohn holte in der Folge seine Mutter Kela nach Mühlhausen. Hierzu passt ein Eintrag in das Register der An- und Abmeldungen von Mühlhausen: Am 25. Mai 1922, so berichtet Johann Fleischmann in Mesusa 5, meldete sich nach einem längeren Aufenthalt Grete (Getti) Schloß, Alberts in Nürnberg lebende Schwester, bei den Mühlhausener Behörden ab. Fleischmann vermutete eine Unterstützung der erkrankten Schwägerin Emma. Wahrscheinlicher erscheint die Begleitung der kürzlich verwitweten Mutter in ihren ersten Tagen nach dem Umzug nach Mühlhausen.

Hier lebte sie bei Sohn Albert und Schwiegertochter Emma mit im Haus, bis sie am 27. Oktober 1935 mit 86 Jahren gestorben ist. Auf dem Mühlhausener Jüdischen Friedhof hat sie ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Bild 4: Johann Fleischmann (Hg.): Mesusa 3, S. 276 und 277. Karolina Schloß und ihr Grab auf dem Jüdischen Friedhof Mühlhausen.

Ohne Zweifel waren die Dreißiger Jahre in Mühlhausen unter dem Regime der Nationalsozialistischen Partei zutiefst verstörende Jahre für die schutzlosen alten Eheleute, bis schließlich anlässlich des Terrors in der heute sog. „Pogromnacht“ vom 9./10. November 1938 das Lebensgefühl der verbliebenen 32 Gemeindemitglieder in schiere Angst umschlagen musste. Die Synagoge wurde komplett zerstört, immerhin aber nicht angezündet. Wahrscheinlich wurden Wohnung und Laden der Familie Schloß verwüstet, darüber schweigen aber die Quellen. Es heißt, „auswärtige SS-Leute unter Mithilfe der örtlichen SA-Leitung [drangen] in die 15 jüdischen Häuser des Ortes ein und beschädigten Türen, Fenster, Hausrat und Möbel“. Der immerhin 60-jährige Albert Schloß wurde am 12. November 1938 zur sog. „Schutzhaft“ in das Konzentrationslager nach Dachau verschleppt, wie die meisten der jüdischen Männer aus Mühlhausen. Erst am 18. Januar 1939 wurde er von dort nach Hause entlassen.

Die private Lebensgrundlage war mit der erzwungenen Schließung des Geschäfts und der Arisierung des Wohnhauses vernichtet worden. In Mühlhausen war kein Bleiben mehr möglich, das war spätestens nach der Zerstörung des kultischen Zentrums in der Synagoge klar geworden. Der nächste brutale Schlag war die erzwungene Annahme der zusätzlichen Vornamen „Israel“ und „Sara“ Anfang des Jahres 1939.

Am 20. Juni 1939 flohen Albert und Emma Schloß in die Anonymität der Großstadt nach Frankfurt und lebten dort im Sandweg 79. Vielleicht sind sie bei Verwandten untergekommen. In dieser Wohnung durften sie aber nicht bleiben, und sie wurden im Zuge der Konzentration der Frankfurter Juden schließlich in ein sog. „Judenhaus“ in der Elkenbachstr. 16/I eingewiesen.

Von dort aus wurde das Paar in die Frankfurter Großmarkthalle getrieben, die zum Zweck der ungestörten Abwicklung der Deportationen von Frankfurt aus umfunktioniert worden war. Am 1. September 1942 erfolgte mit dem Transport XII/2 und den Transportnummern 497 und 498 mittels Viehwaggons die Verschleppung nach dem Ghetto Theresienstadt, zusammen waren sie 1110 Leidensgenoss/inn/en. Einen Tag dauerte die Fahrt.

Bild 5: Transport XII/2 am 1. Sept. 1942 von Frankfurt nach Theresienstadt. Ausschnitt Transportliste Seite 35 mit den Transportnummern 497 und 498 für Albert Schloß und seine Ehefrau Emma.

Theresienstadt war eine von Kaiserin Maria Theresia errichtete Festung mit Gräben, Wällen, Kasernen und Wohnhäusern; selbst eine große Kirche gab es. Die Festung erfüllte nie ihren Zweck zur Verteidigung der Außengrenzen des kuk Reichs und war immer eine von Zivilisten bewohnte Stadt gewesen, bevor die Bevölkerung vertrieben wurde, weil die Nationalsozialisten die von mächtigen Schanzen und Gräben umgrenzte Stadt als ideales Gefangenenlager einstuften. Die Perfidie der Behörden erreichte einen Höhepunkt darin, dass man den Eingewiesenen eine Art Alterswohnsitz vorgaukelte und sie sog. „Heimeinkaufsverträge“ abschließen mussten, um mit dem dafür angelegten Geld schöne Wohnungen erwerben würden. Diese Täuschung war ein Mittel zur Beruhigung der Stimmung, und die Maßnahme war ein weiteres lukratives Werkzeug zur Ausplünderung der hoffnungsvollen Ahnungslosen.

Die Eheleute Schloß wurden also nach Ankunft auf dem Bahnhof Bauschowitz und mehrere Kilometer langem Marsch zum Lager in das Gebäude Q603 eingewiesen und lebten, Männer und Frauen getrennt, in drangvoller Überbelegung, er in Zimmer Nr. 2 und sie in Nr. 4.

Bild 6: Wohnhaus Q603 in Theresienstadt. Foto 2011.

Am 21. Januar 1943 verlor Albert Schloß seine Ehefrau durch „Gangrasia senilis (Altersbrand)“, wie es in der noch erhaltenen Todesfallanzeige aus Theresienstadt heißt. (Solche Diagnosen wurden ohne konkrete Untersuchung erfunden, um den Anschein einer ordentlichen medizinischen Versorgung zu erwecken.) Noch zwei weitere Jahre vegetierte Herr Schloß unter kaum vorstellbaren Umständen weiter, bis am 8. Mai 1945 russische Truppen das Lager befreiten. Zunächst aber wurden die Befreiten wieder eingesperrt, weil man wegen der Krankheiten eine mehrwöchige Quarantäne verhängte.

Die Überlebenden wurden, sobald sie transportfähig waren, an den Ausgangsort ihrer Deportation gebracht, Albert Schloß also nach Frankfurt, und wie man auf der unten abgebildeten Postkarte erkennen kann, lebte er dort in der Gagernstr. 96. Er war der einzige Überlebende seiner Familie, alle waren tot:

Seine Schwester Marie Schloß, geb. 4. April 1886, von Beruf Wirtschafterin, lebte unverheiratet in Nürnberg in der Bauerngasse 36 und hatte am 28. November 1938 (also kurz nach der sog. „Pogromnacht“ vom 9./10. November 1938) mit 52 Jahren den Freitod gewählt. Sie fand auf dem Neuen Nürnberger Jüdischen Friedhof ihre letzte Ruhe.

Die Schwester Grete „Getti“ Schloß, geb. 10. März 1887 und nicht verheiratet, war seit Jahrzehnten Nürnbergerin gewesen. Nach der zwangsweise angeordneten „Entmietung“ aus ihrer Wohnung lebte sie 1943 in der Hochstr. 33. Es war ein sog. „Judenhaus“, in dem Juden zum Zweck der Vereinfachung der vorgesehenen Deportation zusammengetrieben wurden. „Greta (sic!) Schloß wurde als „Polizei-Nr. 376“ von dort aus zum Bahnhof Märzfeld verfrachtet und mit der „Transport-Nr. 344“ in einen der Viehwaggons des Zuges mit der Bezeichnung DA 34 gepfercht, der am 24. März 1943 Nürnberg verließ und fünf Tage später am Bahnhof Krasniczyn in Polen ankam. Dort mussten die Erschöpften aussteigen und zu Fuß nach dem Ort Izbica laufen, der zu einem Ghetto für Juden und Durchgangslager in den Tod umfunktioniert worden war. Der Ort erwies sich den Ankommenden als von Schmutz starrende und mit jeder denkbaren Ungezieferart verseuchte Hölle. Dort verliert sich Gettis Spur. Entweder ging sie an Krankheit oder Hunger zu Grunde oder sie wurde bei einer der Erschießungen auf dem Friedhof am Ort getötet. Es ist auch denkbar, dass man sie schließlich in eines der Todeslager in der Nähe verschleppte, z.B. Belzec und Sobibor, wo man sie vergaste und im Massengrab verscharrte, bevor ihre irdischen Überreste beim Anrücken der Roten Armee wieder ausgegraben und auf Scheiterhaufen verbrannt wurden. Jedenfalls wurde das Ghetto am 23. April 1943 restlos geräumt.

Wo also sollte Albert Schloß weiterleben können? Er kam zu dem Entschluss, nach Mühlhausen zurückzukehren, in seine fränkische Heimat, dorthin, wo er mit seiner Frau glücklich gewesen ist, zum Grab seiner Mutter, zu Freunden.

Bild 7: Postkarte Albert Schloß an Familie Pröls, gestempelt 22. Februar 1946.

Und so kehrte er 1946 als einziger Jude seiner Gemeinde nach Mühlhausen zurück. Wir wissen aus Berichten von anderen Überlebenden, wie wenig willkommen sie in der alten Heimat waren; wie schwer es ihnen von Behörden und Bevölkerung gemacht wurde, ihre Rechte geltend zu machen und wieder an das anknüpfen zu können, was ihnen gewaltsam entrissen worden war. Albert Schloß hatte das Glück, in Familie Pröls enge Freunde und tatkräftige Unterstützer zu haben. Der zwangsweise erfolgte Verkauf seines Hauses wurde rückgängig gemacht, ein Verfahren, das ihm sicher noch einiges an Zumutung abverlangte.

Otto Pröls, damals noch ein Kind, erinnert sich lebhaft an den Nachbarn der Familie. Vieles hat er auch von seinem Vater Karl Pröls erfahren. Die beiden Häuser lagen in der Hauptstraße einander fast gegenüber. „Seine Leibspeise waren Kartoffeln mit Quark“, erzählt er. Und auch, dass Albert Schloß ein sehr geselliger Mensch war, mit dem man viel Spaß haben konnte. Albert Schloß betrieb eine Tabakhandlung und war oft bei den Pröls zu Gast. „Wir waren richtige Freunde“, sagt der heute 76-jährige Otto Pröls. Das lag wohl auch an der Freundlichkeit und Gutmütigkeit von Albert Schloß. Manchmal tanzte er für die Kinder. Als religiöser Jude habe Schloß natürlich den Schabbat (Sabbat) gefeiert, an dem er keinerlei Arbeit verrichten durfte. „Dann hat er uns Kinder gerufen, damit wir Feuer machten oder Wasser holten“, erzählt Pröls. Als Dank dafür gab es „Matzen“, das traditionelle [jüdische] Gebäck aus Weizen und Wasser. Pröls erinnert sich auch an Pakete, die Schloß aus Amerika bekam. Von den Köstlichkeiten bekamen immer auch die Nachbarskinder etwas ab. „Ich habe von ihm zur Erstkommunion ein Stück Seife bekommen. Das habe ich jahrelang in Ehren gehalten“, erzählt Pröls.

In seinem Haus konnte Albert Schloß noch bis an sein Lebensende am 23. Juni 1953 leben. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Jüdischen Friedhof von Bamberg.

Bild 8 und 9: Friedhof Bamberg, Tahara-Haus und Grab des Albert Schloß (das Grab ist vor der weißen Wand im Hintergrund von Bild 8 gelegen).

Zum Gedenken an die ermordeten Mühlhausener Jüdinnen und Juden ließ Johann Fleischmann 2013 einen Gedenkstein aufstellen. Auf ihm finden wir auch den Namen von Emma Schloß.

Bild 10 und 11: Gedenkstein an die in der Shoah umgebrachte Mühlhausener jüdische Bevölkerung, initiiert von Johann Fleischmann.
Bild 12: Albert Schloß 1951.
Bild 13: Das Haus Marktstr. 15 damals.
Bild 14: Albert Schloß 1952.
Bild 15: Das Haus Marktstr. 15 heute (Hauptstr. 15).

 

Quellen und Bemerkungen:

  1. Johann Fleischmann (Hg. und Autor): Mesusa 3. Spuren jüdischer Vergangenheit an Aisch, Aurach, Ebrach und Seebach. Die jüdischen Friedhöfe von Zeckern, Walsdorf, Aschbach, Uehlfeld, Mühlhausen, Lisberg, Burghaslach und Reichmannsdorf. Mühlhausen, 2003, S. 252 ff: Der jüdische Friedhof Mühlhausen, S. 276-277: Grab der Karolina Schloß
  2. Johann Fleischmann (Hg. und Autor): Mesusa 5. Geschichtssplitter und Chronik der Familie Steinacher. Mühlhausen, 2003, S. 210 ff: 1919-1942: Aus dem Abmelderegister der Marktgemeinde Mühlhausen, (S. 212: Grete Schloss)
  3. Rajaa Nadler: Der jüdische Friedhof Ermreuth. Hg. Zweckverband Synagoge Ermreuth, Forchheim 1998, S. 291: Stammbaum Familie Holzinger/Schloß
  4. Rajaa Nadler: Die jüdische Schule Ermreuth, mit einem Beitrag zur Ortsschule. Verlag Kulturamt des Landkreises Forchheim, 1. Auflage 2006. Auf Seite 86 und 87 findet sich eine Tabelle der Schülerzahlen zwischen 1833 und 1916. Einer von diesen Schülern war Albert Schloß. Es besteht ein Desiderat der weitergehenden Beforschung des Lebens von Albert Schloß.
  5. Gerhard Jochem, Ulrike Kettner: Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Shoah. Selbstverlag des Stadtarchivs Nürnberg, 1998. Nr. 1775 – Schloß, Getti; Nr. 1781 – Schloß, Maria
  6. Informationen des ehem. 1. Vorsitzenden des Vereins „Freundes- und Förderkreis Synagoge Ermreuth e.V.“ und Forchheimer Heimatforschers Rolf Kießling
  7. Im Internet findet man mehrfach die Angabe, der Ermreuther Hermann Schloß sei nach Forchheim gegangen und habe dort das „Kaufhaus Hermann Schloß“ begründet. Das ist falsch, denn der Kaufhausbesitzer war in Gunzenhausen geboren.
  8. http://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_bay_420901.html
    Statistik und Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich. Zum Transport XII/2 Wiesbaden – Frankfurt – Theresienstadt am 01.09.1942
  9. http://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_bay_420324.html
    Statistik und Deportation der jüdischen Bevölkerung aus dem Deutschen Reich. Zum Transport DA34 Würzburg – Nürnberg – Krasniczyn/Izbica am 24.03.1943
  10. https://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/m-o/1346-muehlhausen-mittelfranken-bayern
    Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum Mühlhausen (Mittelfranken/Bayern)
  11. https://www.alemannia-judaica.de/muehlhausen_erh_synagoge.htm Jüdische Gemeinde von Mühlhausen (Gemeinde und Synagoge).
  12. Klaus Guth (Hg.): Jüdische Landgemeinden in Oberfranken (1800 – 1942), S. 254
  13. Postkarte Albert Schloß an Familie Pröls. Geschenk von Otto Pröls an den Verein „Forum Alte Synagoge Mühlhausen e.V.“
  14. Auszüge aus den Lebenserinnerungen des Otto Pröls aus einem Bericht des „Fränkischer Tag“ vom 27.11.2020: „Erinnerung an jüdische Nachbarn“, https://www.infranken.de/lk/gem/erinnerung-an-juedischen-nachbarn-art-5121426
  15. Auszüge aus den Lebenserinnerungen des Otto Pröls aus einem Bericht der „Nürnberger Nachrichten“ vom 27.11.2020: „Da musst Du was machen“.
  16. Gespräch des Verfassers mit dem Nürnberger Privathistoriker Leibl Rosenberg am 07.06.2021 (Todestag des Hermann Schloß, Schutzhaft des Albert Schloß)

 

Bildnachweis:

Bild 1, 9, 12, 13, 14: Collage Otto Pröls, 2020

Bild 2, 3, 6, 8: Christof Eberstadt

Bild 4: Johann Fleischmann (Hg.): Mesusa 3, S. 276 und 277

Bild 5: https/www.statistik-des-holocaust.de/TT420901-37.jpg

Bild 7: Postkarte Albert Schloß an Familie Pröls, geschrieben 19. Februar 1946, gestempelt 22. Februar 1946

Bild 10, 11, 15: Kristina Fleischmann, 2021