{"id":2592,"date":"2021-07-07T00:55:57","date_gmt":"2021-07-06T22:55:57","guid":{"rendered":"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/?page_id=2592"},"modified":"2025-08-15T13:14:53","modified_gmt":"2025-08-15T11:14:53","slug":"albert-schloss","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/en\/projekte\/albert-schloss\/","title":{"rendered":"Albert Schlo\u00df"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 18pt;\"><strong>Der letzte Jude von M\u00fchlhausen &#8211;<br \/>\n<\/strong><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Eine Hommage an Albert Schlo\u00df<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p>von Christof Eberstadt<\/p>\n<p><strong>Lesen Sie hier:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li><a href=\"#Biografie\">Albert Schlo\u00df &#8211; Der letzte Jude von M\u00fchlhausen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#Entlassungsschein\">Albert Schlo\u00df: Entlassungssschein aus dem KZ Theresienstadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#Nachweise\">Quellen, Bemerkungen und Bildnachweise<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong><a id=\"Biografie\"><\/a>Albert Schlo\u00df &#8211; Der letzte Jude von M\u00fchlhausen<\/strong><\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_2598\" aria-describedby=\"caption-attachment-2598\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a style=\"font-weight: bold; font-size: 0.8125rem; font-style: italic;\" href=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-1-2020-12-18-4b-Tafel-AlbertSchloss-1.jpg\" rel=\"lightbox-0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2598 size-medium\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-1-2020-12-18-4b-Tafel-AlbertSchloss-1-300x214.jpg\" alt=\"Bild 1: Collage von Otto Pr\u00f6ls zum Gedenken an Albert Schlo\u00df, 2020.\" width=\"300\" height=\"214\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-1-2020-12-18-4b-Tafel-AlbertSchloss-1-300x214.jpg 300w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-1-2020-12-18-4b-Tafel-AlbertSchloss-1-1024x732.jpg 1024w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-1-2020-12-18-4b-Tafel-AlbertSchloss-1-768x549.jpg 768w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-1-2020-12-18-4b-Tafel-AlbertSchloss-1-1536x1097.jpg 1536w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-1-2020-12-18-4b-Tafel-AlbertSchloss-1.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2598\" class=\"wp-caption-text\">Bild 1: Collage von Otto Pr\u00f6ls zum Gedenken an Albert Schlo\u00df, 2020.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong><span style=\"font-size: 12pt;\">Otto Pr\u00f6ls entstammt einer M\u00fchlhausener Familie, die \u00fcber alle Zeiten hinweg ihre Freundschaft mit dem M\u00fchlhausener Juden Albert Schlo\u00df aufrecht gehalten hat. Im Herbst 2020 \u00fcbergab Herr Pr\u00f6ls diese Collage dem Verein \u201eForum Alte Synagoge M\u00fchlhausen e.V.\u201c. Er m\u00f6chte damit das Andenken an den Freund seiner Familie f\u00fcr alle Zeiten wach halten.<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Albert Schlo\u00df war das erste Kind von Hermann (auch: Hirsch) Schlo\u00df (1851-1921), von nicht bekannter Herkunft, und seiner in Ermreuth geborenen Ehefrau Karoline (auch: Kela, 1849-1935). Deren Eltern, Feis Holzinger (1803-1882) und Eva (auch: Chawa) geb. Sch\u00f6nberger (1807-??), auch deren Vorfahren, haben alle &#8211; soweit bekannt &#8211; ihr Leben in Ermreuth verbracht und haben am Ende auf dem idyllisch gelegenen Friedhof am Nordhang des Hetzles ihre letzte Ruhe gefunden. Dort k\u00fcnden ihre Grabsteine f\u00fcr alle Zeiten von einem j\u00fcdischen Franken, das nicht mehr ist.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2599\" aria-describedby=\"caption-attachment-2599\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-2-Friedhof-Ermreuth-scaled.jpg\" rel=\"lightbox-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2599 size-medium\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-2-Friedhof-Ermreuth-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-2-Friedhof-Ermreuth-300x200.jpg 300w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-2-Friedhof-Ermreuth-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-2-Friedhof-Ermreuth-768x512.jpg 768w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-2-Friedhof-Ermreuth-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-2-Friedhof-Ermreuth-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-2-Friedhof-Ermreuth-272x182.jpg 272w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2599\" class=\"wp-caption-text\">Bild 2: Auf dem J\u00fcdischen Friedhof der untergegangenen Gemeinde Ermreuth.<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00dcber den Familienvater Hermann Schlo\u00df wei\u00df man nur, dass er von Beruf Kaufmann war und dass er bis September 1888 den Vorsitz des Ermreuther j\u00fcdischen Geselligkeitsvereins \u201eCasino\u201c innegehabt hat, woraus man schlie\u00dfen kann, dass er ein geselliger Mensch gewesen ist. Wo seine Heirat stattgefunden hat, ist unbekannt \u2013 nicht in Ermreuth. Im Familienwohnhaus Nr. 31 in Ermreuth lagen Freud und Leid eng beieinander: Kela brachte elf Kinder zur Welt, von denen einige das Kleinkindalter nicht \u00fcberlebten, von anderen ist uns deren Werdegang nicht bekannt; und dann gab es noch drei Kinder, welche als Geschwister gemeinsam erwachsen werden durften und die schlie\u00dflich die Schrecken des Dritten Reichs durchleben mussten: Albert (geb. 1878) und seine Schwestern Marie (geb. 1886) und Grete (geb. 1887).<\/p>\n<p>Albert Schlo\u00df war sicher genug Sch\u00fcler der Ermreuther j\u00fcdischen Schule gewesen. Ob er im Jahrgang 1885\/86 (also mit 7 Jahren) einer der elf Werktagssch\u00fcler gewesen ist oder einer der drei Sonntagssch\u00fcler, k\u00f6nnen wir nur indirekt aus einer schn\u00f6den Zahlenstatistik entnehmen.<\/p>\n<p>Im j\u00fcdischen Leben feiert der Sohn bei Erreichen des 13. Lebensjahres seine Bar Mitzwa, mit welcher der \u00dcbertritt in das Erwachsenenalter besiegelt wird. Wir k\u00f6nnen sicher sein, dass Albert Schlo\u00df dieses Fest 1891 in der Ermreuther Synagoge gefeiert hat, womit er als vollj\u00e4hriges Gemeindemitglied mit allen Rechten und auch Pflichten galt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2600\" aria-describedby=\"caption-attachment-2600\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-3-Synagoge-Ermreuth-2007.jpg\" rel=\"lightbox-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2600 size-medium\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-3-Synagoge-Ermreuth-2007-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-3-Synagoge-Ermreuth-2007-300x225.jpg 300w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-3-Synagoge-Ermreuth-2007-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-3-Synagoge-Ermreuth-2007-768x576.jpg 768w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-3-Synagoge-Ermreuth-2007-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-3-Synagoge-Ermreuth-2007-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2600\" class=\"wp-caption-text\">Bild 3: Synagoge Ermreuth im renovierten Zustand von 2011.<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00dcber seine Berufsausbildung zum Kaufmann und das weitere Leben in Ermreuth ist uns nichts bekannt. Albert Schlo\u00df und seine Eltern (wahrscheinlich auch die beiden Schwestern) hatten ihre Heimat bereits in Richtung N\u00fcrnberg verlassen, als Albert Schlo\u00df am 22. Juni 1907 mit 29 Jahren die in M\u00fchlhausen am 17. August 1874 geborene Emma L\u00f6wenthal heiratete. Es war \u00fcblich, dass die Hochzeit am Wohnort der Braut stattfand, das best\u00e4tigt auch der Heiratsakt im Standesamt. Und so k\u00f6nnen wir davon ausgehen, dass die Zeremonie unter dem Hochzeitszelt in der Synagoge von M\u00fchlhausen stattfand \u2013 und dass ziemlich sicher Albert Schlo\u00df ein geleertes Weinglas am heute noch sichtbaren Chuppastein der Synagoge zerschellen hat lassen, um damit seiner Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass der Ehe Gl\u00fcck beschieden sein werde. Es sollte anders kommen, doch dazu sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Von Familie L\u00f6wenthal wissen wir wenig. Emmas Vater war der seinerzeit 63-j\u00e4hrige Buchbinder Jakob L\u00f6wenthal (geb. also 1844). Er lebte mit der Tochter z.Zt. ihrer Heirat in der Hausnummer 69 in M\u00fchlhausen. Seine 1907 vor der Hochzeit bereits verstorbene Ehefrau Babette war eine geb. LAUPHEIMER und verw. SULZBACHER. Der Vater folgte ihr im Tod am 23. Mai 1909, beide sind auf dem M\u00fchlhausener Friedhof begraben.<\/p>\n<p>\u00dcber einem sieben Jahre \u00e4lteren Bruder der Emma erfahren wir aus dem \u201eK\u00f6niglich Bayerisches Kreis-Amtsblatt von Oberfranken\u201c Nr. 2 vom 7. Januar 1874 \u201eDie Belohnung muthvoller Handlungen betreffend\u201c, ein Sohn des Handelsmanns L\u00f6wenthal zu M\u00fchlhausen sei am 15. Juli 1873 von dem \u201eM\u00fchlarzte Johann Baier von Pommersfelden \u2026aus dem hoch angeschwollenen rei\u00dfenden Ebrachflu\u00dfe mit eigener Lebensgefahr errettet[.]\u201c worden, wof\u00fcr dem Retter \u201eIm Namen seiner Majest\u00e4t des K\u00f6nigs\u201c eine Belohnung von 5fl (Gulden) zuerkannt wurde.<\/p>\n<p>Die Eheleute Albert und Emma lebten in ihrem Elternhaus Nr. 69, die Adresse hie\u00df sp\u00e4ter Marktstra\u00dfe und heute ist es das Haus Hauptstr. 15, wo der Ehemann einen Tabakhandel zum Lebensunterhalt betrieb. Kinder waren dem Paar nicht verg\u00f6nnt. 1924 begegnen wir Albert Schlo\u00df als Mitglied des f\u00fcnfk\u00f6pfigen Vorstands der Gemeinde mit seinerzeit 52 Mitgliedern, die (weil sie im Unterschied zu alten Zeiten keinen eigenen Rabbiner mehr hatte) dem Distriktsrabbinat Bamberg zugeordnet war.<\/p>\n<p>Am 16. Januar 1921 starb der Kaufmann Hermann Schlo\u00df in N\u00fcrnberg im Alter von 69 Jahren und 9 Monaten. Er wurde am 17. Januar auf dem Neuen J\u00fcdischen Friedhof an der Schnieglinger Stra\u00dfe in N\u00fcrnberg begraben. Der Sohn holte in der Folge seine Mutter Kela nach M\u00fchlhausen. Hierzu passt ein Eintrag in das Register der An- und Abmeldungen von M\u00fchlhausen: Am 25. Mai 1922, so berichtet Johann Fleischmann in Mesusa 5, meldete sich nach einem l\u00e4ngeren Aufenthalt Grete (Getti) Schlo\u00df, Alberts in N\u00fcrnberg lebende Schwester, bei den M\u00fchlhausener Beh\u00f6rden ab. Fleischmann vermutete eine Unterst\u00fctzung der erkrankten Schw\u00e4gerin Emma. Wahrscheinlicher erscheint die Begleitung der k\u00fcrzlich verwitweten Mutter in ihren ersten Tagen nach dem Umzug nach M\u00fchlhausen.<\/p>\n<p>Hier lebte sie bei Sohn Albert und Schwiegertochter Emma mit im Haus, bis sie am 27. Oktober 1935 mit 86 Jahren gestorben ist. Auf dem M\u00fchlhausener J\u00fcdischen Friedhof hat sie ihre letzte Ruhest\u00e4tte gefunden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2604\" aria-describedby=\"caption-attachment-2604\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-4-zusammengefuegt-scaled.jpg\" rel=\"lightbox-3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2604 size-medium\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-4-zusammengefuegt-300x232.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"232\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-4-zusammengefuegt-300x232.jpg 300w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-4-zusammengefuegt-1024x791.jpg 1024w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-4-zusammengefuegt-768x594.jpg 768w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-4-zusammengefuegt-1536x1187.jpg 1536w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-4-zusammengefuegt-2048x1583.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2604\" class=\"wp-caption-text\">Bild 4: Johann Fleischmann (Hg.): Mesusa 3, S. 276 und 277. Karolina Schlo\u00df und ihr Grab auf dem J\u00fcdischen Friedhof M\u00fchlhausen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ohne Zweifel waren die Drei\u00dfiger Jahre in M\u00fchlhausen unter dem Regime der Nationalsozialistischen Partei zutiefst verst\u00f6rende Jahre f\u00fcr die schutzlosen alten Eheleute, bis schlie\u00dflich anl\u00e4sslich des Terrors in der heute sog. \u201ePogromnacht\u201c vom 9.\/10. November 1938 das Lebensgef\u00fchl der verbliebenen 32 Gemeindemitglieder in schiere Angst umschlagen musste. Die Synagoge wurde komplett zerst\u00f6rt, immerhin aber nicht angez\u00fcndet. Wahrscheinlich wurden Wohnung und Laden der Familie Schlo\u00df verw\u00fcstet, dar\u00fcber schweigen aber die Quellen. Es hei\u00dft, \u201eausw\u00e4rtige SS-Leute unter Mithilfe der \u00f6rtlichen SA-Leitung [drangen] in die 15 j\u00fcdischen H\u00e4user des Ortes ein und besch\u00e4digten T\u00fcren, Fenster, Hausrat und M\u00f6bel\u201c. Der immerhin 60-j\u00e4hrige Albert Schlo\u00df wurde am 12. November 1938 zur sog. \u201eSchutzhaft\u201c in das Konzentrationslager nach Dachau verschleppt, wie die meisten der j\u00fcdischen M\u00e4nner aus M\u00fchlhausen. Erst am 18. Januar 1939 wurde er von dort nach Hause entlassen.<\/p>\n<p>Die private Lebensgrundlage war mit der erzwungenen Schlie\u00dfung des Gesch\u00e4fts und der Arisierung des Wohnhauses vernichtet worden. In M\u00fchlhausen war kein Bleiben mehr m\u00f6glich, das war sp\u00e4testens nach der Zerst\u00f6rung des kultischen Zentrums in der Synagoge klar geworden. Der n\u00e4chste brutale Schlag war die erzwungene Annahme der zus\u00e4tzlichen Vornamen \u201eIsrael\u201c und \u201eSara\u201c Anfang des Jahres 1939.<\/p>\n<p>Am 20. Juni 1939 flohen Albert und Emma Schlo\u00df in die Anonymit\u00e4t der Gro\u00dfstadt nach Frankfurt und lebten dort im Sandweg 79. Vielleicht sind sie bei Verwandten untergekommen. In dieser Wohnung durften sie aber nicht bleiben, und sie wurden im Zuge der Konzentration der Frankfurter Juden schlie\u00dflich in ein sog. \u201eJudenhaus\u201c in der Elkenbachstr. 16\/I eingewiesen.<\/p>\n<p>Von dort aus wurde das Paar in die Frankfurter Gro\u00dfmarkthalle getrieben, die zum Zweck der ungest\u00f6rten Abwicklung der Deportationen von Frankfurt aus umfunktioniert worden war. Am 1. September 1942 erfolgte mit dem Transport XII\/2 und den Transportnummern 497 und 498 mittels Viehwaggons die Verschleppung nach dem Ghetto Theresienstadt, zusammen waren sie 1110 Leidensgenoss\/inn\/en. Einen Tag dauerte die Fahrt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2605\" aria-describedby=\"caption-attachment-2605\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-5_bearbeitet.jpg\" rel=\"lightbox-4\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2605 size-medium\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-5_bearbeitet-300x87.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"87\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-5_bearbeitet-300x87.jpg 300w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-5_bearbeitet-1024x298.jpg 1024w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-5_bearbeitet-768x223.jpg 768w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-5_bearbeitet.jpg 1148w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2605\" class=\"wp-caption-text\">Bild 5: Transport XII\/2 am 1. Sept. 1942 von Frankfurt nach Theresienstadt. Ausschnitt Transportliste Seite 35 mit den Transportnummern 497 und 498 f\u00fcr Albert Schlo\u00df und seine Ehefrau Emma.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Theresienstadt war eine von Kaiserin Maria Theresia errichtete Festung mit Gr\u00e4ben, W\u00e4llen, Kasernen und Wohnh\u00e4usern; selbst eine gro\u00dfe Kirche gab es. Die Festung erf\u00fcllte nie ihren Zweck zur Verteidigung der Au\u00dfengrenzen des kuk Reichs und war immer eine von Zivilisten bewohnte Stadt gewesen, bevor die Bev\u00f6lkerung vertrieben wurde, weil die Nationalsozialisten die von m\u00e4chtigen Schanzen und Gr\u00e4ben umgrenzte Stadt als ideales Gefangenenlager einstuften. Die Perfidie der Beh\u00f6rden erreichte einen H\u00f6hepunkt darin, dass man den Eingewiesenen eine Art Alterswohnsitz vorgaukelte und sie sog. \u201eHeimeinkaufsvertr\u00e4ge\u201c abschlie\u00dfen mussten, um mit dem daf\u00fcr angelegten Geld sch\u00f6ne Wohnungen erwerben w\u00fcrden. Diese T\u00e4uschung war ein Mittel zur Beruhigung der Stimmung, und die Ma\u00dfnahme war ein weiteres lukratives Werkzeug zur Auspl\u00fcnderung der hoffnungsvollen Ahnungslosen.<\/p>\n<p>Die Eheleute Schlo\u00df wurden also nach Ankunft auf dem Bahnhof Bauschowitz und mehrere Kilometer langem Marsch zum Lager in das Geb\u00e4ude Q603 eingewiesen und lebten, M\u00e4nner und Frauen getrennt, in drangvoller \u00dcberbelegung, er in Zimmer Nr. 2 und sie in Nr. 4.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2607\" aria-describedby=\"caption-attachment-2607\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-6_ueberarbeitet2.jpg\" rel=\"lightbox-5\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2607 size-medium\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-6_ueberarbeitet2-300x207.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"207\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-6_ueberarbeitet2-300x207.jpg 300w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-6_ueberarbeitet2-1024x706.jpg 1024w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-6_ueberarbeitet2-768x530.jpg 768w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-6_ueberarbeitet2-1536x1059.jpg 1536w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-6_ueberarbeitet2-2048x1412.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2607\" class=\"wp-caption-text\">Bild 6: Wohnhaus Q603 in Theresienstadt. Foto 2011.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am 21. Januar 1943 verlor Albert Schlo\u00df seine Ehefrau durch \u201eGangrasia senilis (Altersbrand)\u201c, wie es in der noch erhaltenen Todesfallanzeige aus Theresienstadt hei\u00dft. (Solche Diagnosen wurden ohne konkrete Untersuchung erfunden, um den Anschein einer ordentlichen medizinischen Versorgung zu erwecken.) Noch zwei weitere Jahre vegetierte Herr Schlo\u00df unter kaum vorstellbaren Umst\u00e4nden weiter, bis am 8. Mai 1945 russische Truppen das Lager befreiten. Zun\u00e4chst aber wurden die Befreiten wieder eingesperrt, weil man wegen der Krankheiten eine mehrw\u00f6chige Quarant\u00e4ne verh\u00e4ngte.<\/p>\n<p>Die \u00dcberlebenden wurden, sobald sie transportf\u00e4hig waren, an den Ausgangsort ihrer Deportation gebracht, Albert Schlo\u00df also nach Frankfurt, und wie man auf der unten abgebildeten Postkarte erkennen kann, lebte er dort in der Gagernstr. 96. Er war der einzige \u00dcberlebende seiner Familie, alle waren tot:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Seine Schwester Marie Schlo\u00df, geb. 4. April 1886, von Beruf Wirtschafterin, lebte unverheiratet in N\u00fcrnberg in der Bauerngasse 36 und hatte am 28. November 1938 (also kurz nach der sog. \u201ePogromnacht\u201c vom 9.\/10. November 1938) mit 52 Jahren den Freitod gew\u00e4hlt. Sie fand auf dem Neuen N\u00fcrnberger J\u00fcdischen Friedhof ihre letzte Ruhe.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Die Schwester Grete \u201eGetti\u201c Schlo\u00df, geb. 10. M\u00e4rz 1887 und nicht verheiratet, war seit Jahrzehnten N\u00fcrnbergerin gewesen. Nach der zwangsweise angeordneten \u201eEntmietung\u201c aus ihrer Wohnung lebte sie 1943 in der Hochstr. 33. Es war ein sog. \u201eJudenhaus\u201c, in dem Juden zum Zweck der Vereinfachung der vorgesehenen Deportation zusammengetrieben wurden. \u201eGreta (sic!) Schlo\u00df wurde als \u201ePolizei-Nr. 376\u201c von dort aus zum Bahnhof M\u00e4rzfeld verfrachtet und mit der \u201eTransport-Nr. 344\u201c in einen der Viehwaggons des Zuges mit der Bezeichnung DA 34 gepfercht, der am 24. M\u00e4rz 1943 N\u00fcrnberg verlie\u00df und f\u00fcnf Tage sp\u00e4ter am Bahnhof Krasniczyn in Polen ankam. Dort mussten die Ersch\u00f6pften aussteigen und zu Fu\u00df nach dem Ort Izbica laufen, der zu einem Ghetto f\u00fcr Juden und Durchgangslager in den Tod umfunktioniert worden war. Der Ort erwies sich den Ankommenden als von Schmutz starrende und mit jeder denkbaren Ungezieferart verseuchte H\u00f6lle. Dort verliert sich Gettis Spur. Entweder ging sie an Krankheit oder Hunger zu Grunde oder sie wurde bei einer der Erschie\u00dfungen auf dem Friedhof am Ort get\u00f6tet. Es ist auch denkbar, dass man sie schlie\u00dflich in eines der Todeslager in der N\u00e4he verschleppte, z.B. Belzec und Sobibor, wo man sie vergaste und im Massengrab verscharrte, bevor ihre irdischen \u00dcberreste beim Anr\u00fccken der Roten Armee wieder ausgegraben und auf Scheiterhaufen verbrannt wurden. Jedenfalls wurde das Ghetto am 23. April 1943 restlos ger\u00e4umt.<\/p>\n<p>Wo also sollte Albert Schlo\u00df weiterleben k\u00f6nnen? Er kam zu dem Entschluss, nach M\u00fchlhausen zur\u00fcckzukehren, in seine fr\u00e4nkische Heimat, dorthin, wo er mit seiner Frau gl\u00fccklich gewesen ist, zum Grab seiner Mutter, zu Freunden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2608\" aria-describedby=\"caption-attachment-2608\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-7_zusammen-scaled.jpg\" rel=\"lightbox-6\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2608 size-medium\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-7_zusammen-300x183.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"183\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-7_zusammen-300x183.jpg 300w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-7_zusammen-1024x624.jpg 1024w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-7_zusammen-768x468.jpg 768w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-7_zusammen-1536x935.jpg 1536w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-7_zusammen-2048x1247.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2608\" class=\"wp-caption-text\">Bild 7: Postkarte Albert Schlo\u00df an Familie Pr\u00f6ls, gestempelt 22. Februar 1946.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Und so kehrte er 1946 als einziger Jude seiner Gemeinde nach M\u00fchlhausen zur\u00fcck. Wir wissen aus Berichten von anderen \u00dcberlebenden, wie wenig willkommen sie in der alten Heimat waren; wie schwer es ihnen von Beh\u00f6rden und Bev\u00f6lkerung gemacht wurde, ihre Rechte geltend zu machen und wieder an das ankn\u00fcpfen zu k\u00f6nnen, was ihnen gewaltsam entrissen worden war. Albert Schlo\u00df hatte das Gl\u00fcck, in Familie Pr\u00f6ls enge Freunde und tatkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzer zu haben. Der zwangsweise erfolgte Verkauf seines Hauses wurde r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht, ein Verfahren, das ihm sicher noch einiges an Zumutung abverlangte.<\/p>\n<p>Otto Pr\u00f6ls, damals noch ein Kind, erinnert sich lebhaft an den Nachbarn der Familie. Vieles hat er auch von seinem Vater Karl Pr\u00f6ls erfahren. Die beiden H\u00e4user lagen in der Hauptstra\u00dfe einander fast gegen\u00fcber. \u201eSeine Leibspeise waren Kartoffeln mit Quark\u201c, erz\u00e4hlt er. Und auch, dass Albert Schlo\u00df ein sehr geselliger Mensch war, mit dem man viel Spa\u00df haben konnte. Albert Schlo\u00df betrieb eine Tabakhandlung und war oft bei den Pr\u00f6ls zu Gast. \u201eWir waren richtige Freunde\u201c, sagt der heute 76-j\u00e4hrige Otto Pr\u00f6ls. Das lag wohl auch an der Freundlichkeit und Gutm\u00fctigkeit von Albert Schlo\u00df. Manchmal tanzte er f\u00fcr die Kinder. Als religi\u00f6ser Jude habe Schlo\u00df nat\u00fcrlich den Schabbat (Sabbat) gefeiert, an dem er keinerlei Arbeit verrichten durfte. \u201eDann hat er uns Kinder gerufen, damit wir Feuer machten oder Wasser holten\u201c, erz\u00e4hlt Pr\u00f6ls. Als Dank daf\u00fcr gab es \u201eMatzen\u201c, das traditionelle [j\u00fcdische] Geb\u00e4ck aus Weizen und Wasser. Pr\u00f6ls erinnert sich auch an Pakete, die Schlo\u00df aus Amerika bekam. Von den K\u00f6stlichkeiten bekamen immer auch die Nachbarskinder etwas ab. \u201eIch habe von ihm zur Erstkommunion ein St\u00fcck Seife bekommen. Das habe ich jahrelang in Ehren gehalten\u201c, erz\u00e4hlt Pr\u00f6ls.<\/p>\n<p>In seinem Haus konnte Albert Schlo\u00df noch bis an sein Lebensende am 23. Juni 1953 leben. Seine letzte Ruhest\u00e4tte fand er auf dem J\u00fcdischen Friedhof von Bamberg.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-8-scaled.jpg\" rel=\"lightbox-7\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2611 size-medium\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-8-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-8-300x200.jpg 300w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-8-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-8-768x512.jpg 768w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-8-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-8-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-8-272x182.jpg 272w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_2612\" aria-describedby=\"caption-attachment-2612\" style=\"width: 171px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-9-Grab-von-Albert-Schloss.jpg\" rel=\"lightbox-8\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2612 size-medium\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-9-Grab-von-Albert-Schloss-171x300.jpg\" alt=\"\" width=\"171\" height=\"300\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-9-Grab-von-Albert-Schloss-171x300.jpg 171w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-9-Grab-von-Albert-Schloss-585x1024.jpg 585w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-9-Grab-von-Albert-Schloss.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 171px) 100vw, 171px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2612\" class=\"wp-caption-text\">Bild 8 und 9: Friedhof Bamberg, Tahara-Haus und Grab des Albert Schlo\u00df (das Grab ist vor der wei\u00dfen Wand im Hintergrund von Bild 8 gelegen).<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zum Gedenken an die ermordeten M\u00fchlhausener J\u00fcdinnen und Juden lie\u00df Johann Fleischmann 2013 einen Gedenkstein aufstellen. Auf ihm finden wir auch den Namen von Emma Schlo\u00df.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-10-Gedenkstein_3-CR-Kristina-Fleischmann-2021-05-24-scaled.jpg\" rel=\"lightbox-9\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2613\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-10-Gedenkstein_3-CR-Kristina-Fleischmann-2021-05-24-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-10-Gedenkstein_3-CR-Kristina-Fleischmann-2021-05-24-225x300.jpg 225w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-10-Gedenkstein_3-CR-Kristina-Fleischmann-2021-05-24-768x1024.jpg 768w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-10-Gedenkstein_3-CR-Kristina-Fleischmann-2021-05-24-1152x1536.jpg 1152w, 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rel=\"lightbox-11\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2615 size-medium\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-12-Schloss-Albert-1951-Foto-auf-der-Gedentafel-184x300.jpg\" alt=\"\" width=\"184\" height=\"300\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-12-Schloss-Albert-1951-Foto-auf-der-Gedentafel-184x300.jpg 184w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-12-Schloss-Albert-1951-Foto-auf-der-Gedentafel-629x1024.jpg 629w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-12-Schloss-Albert-1951-Foto-auf-der-Gedentafel-768x1250.jpg 768w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-12-Schloss-Albert-1951-Foto-auf-der-Gedentafel.jpg 805w\" sizes=\"auto, (max-width: 184px) 100vw, 184px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Bild 12: Albert Schlo\u00df 1951.<\/figcaption><\/figure>\n<figure style=\"width: 206px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-12.jpg\" rel=\"lightbox-12\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2616 size-medium\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-12-206x300.jpg\" alt=\"\" width=\"206\" height=\"300\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-12-206x300.jpg 206w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bild-12.jpg 316w\" sizes=\"auto, (max-width: 206px) 100vw, 206px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Bild 13: Das Haus Marktstr. 15 damals.<\/figcaption><\/figure>\n<figure style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-14-Schloss-Albert-1952-Foto-auf-der-Gedentafel.jpg\" rel=\"lightbox-13\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2617 size-medium\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-14-Schloss-Albert-1952-Foto-auf-der-Gedentafel-235x300.jpg\" alt=\"\" width=\"235\" height=\"300\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-14-Schloss-Albert-1952-Foto-auf-der-Gedentafel-235x300.jpg 235w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-14-Schloss-Albert-1952-Foto-auf-der-Gedentafel-802x1024.jpg 802w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-14-Schloss-Albert-1952-Foto-auf-der-Gedentafel-768x981.jpg 768w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-14-Schloss-Albert-1952-Foto-auf-der-Gedentafel.jpg 805w\" sizes=\"auto, (max-width: 235px) 100vw, 235px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Bild 14: Albert Schlo\u00df 1952.<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_2618\" aria-describedby=\"caption-attachment-2618\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-15-Muehlhausen-Hauptstr.-15-scaled.jpg\" rel=\"lightbox-14\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2618 size-medium\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-15-Muehlhausen-Hauptstr.-15-300x296.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"296\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-15-Muehlhausen-Hauptstr.-15-300x296.jpg 300w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-15-Muehlhausen-Hauptstr.-15-1024x1011.jpg 1024w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/0b-Bild-15-Muehlhausen-Hauptstr.-15-768x759.jpg 768w, 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rel=\"lightbox-15\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3871 size-medium\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Entlassungsschein-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Entlassungsschein-225x300.jpg 225w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Entlassungsschein-768x1024.jpg 768w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Entlassungsschein-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Entlassungsschein-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Entlassungsschein-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3871\" class=\"wp-caption-text\">Bild 16: Provisorischer Reise-Pass und Passierschein f\u00fcr Albert Schlo\u00df, ehem. H\u00e4ftling im Konzentrationslager Theresienstadt 15. September 1942 bis 15. August 1945.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>2025 \u00fcbergab Herr Otto Pr\u00f6ls dem Verein \u201eForum Alte Synagoge M\u00fchlhausen\u201c den oben abgebildeten Beleg und eine Fotografie von Albert Schlo\u00df. Er m\u00f6chte damit das Andenken an den Freund seiner Familie und den letzten Juden von M\u00fchlhausen f\u00fcr alle Zeiten wach halten.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Dass Albert Schlo\u00df nach der Befreiung des Konzentrationslagers durch die Rote Armee am 8. Mai 1945, wie sehr viele Lagerinsassen auch, weiter in Theresienstadt interniert blieb, ergab sich aus der Notwendigkeit, die Ausbreitung des grassierenden Typhus zu verhindern. F\u00fcr eine gro\u00dfe Anzahl der \u00dcberlebenden gab es keine Freiheit mehr: Zwischen 800 und 1.000 Menschen rafften der Typhus oder andere Krankheiten noch hin.<\/p>\n<p>F\u00fcr Albert Schlo\u00df kam nach seiner Genesung der Tag der Abreise am 15. August 1945. Wir k\u00f6nnen daraus schlie\u00dfen, dass er sehr krank gewesen war. Den Sturm der Gef\u00fchle, den oben abgebildeten Passersatz entgegen zu nehmen, wird von uns niemand nachvollziehen k\u00f6nnen. Geradezu \u00fcberw\u00e4ltigend wird die Trauer um die am 21. Januar 1943 gestorbene Ehefrau Emma gewesen sein. Hinzu kamen seine Einsamkeit und die Angst vor der Zukunft. All das wird seine Freude \u00fcber die wiedergewonnene Freiheit \u00fcberdeckt haben.<\/p>\n<p>Im provisorischen Reise-Pass, gedruckt auf einem rei\u00dffesten textilen Gewebe mit Papier\u00fcberzug, ist die (unrichtige) Information enthalten, dass er seit dem 15. September 1942 (als H\u00e4ftling) in den Bestand des Lagers aufgenommen worden war. Richtig ist aber, dass der Deportationszug XII\/2 am 1. September an der Markthalle Frankfurt abgefahren war und tags darauf Bauschowitz erreichte, den Bahnhof des Lagers.<\/p>\n<p>Die viersprachig abgefasste Bescheinigung \u00fcber die Entlassung diente gleichzeitig als Passierschein f\u00fcr den erleichterten Kontakt mit Milit\u00e4r- und Zivilbeh\u00f6rden. Schlie\u00dflich musste der Entlassene die russisch kontrollierte Grenze nach Bayern \u00fcberqueren und sich ab dort im amerikanischen Sektor bewegen. Grunds\u00e4tzlich wurden Entlassene an den Abgangsort ihrer Deportation zur\u00fcckgebracht, in Albert Schlo\u00df\u2019 Fall also Frankfurt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3875\" aria-describedby=\"caption-attachment-3875\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Entlassungssschein_RS-scaled.jpg\" rel=\"lightbox-16\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3875 size-medium\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Entlassungssschein_RS-300x221.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"221\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Entlassungssschein_RS-300x221.jpg 300w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Entlassungssschein_RS-1024x755.jpg 1024w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Entlassungssschein_RS-768x566.jpg 768w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Entlassungssschein_RS-1536x1132.jpg 1536w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Entlassungssschein_RS-2048x1510.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3875\" class=\"wp-caption-text\">Bild 17: Stempel auf der R\u00fcckseite des Entlassungsscheins.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auf der R\u00fcckseite ist ein Stempel vom \u201ePko. Ffgm. Hbf\u201c erhalten, also dem Polizeikommissariat am Frankfurter Hauptbahnhof. Er enth\u00e4lt den Vermerk \u201egenehmigt\u201c und das Abreisedatum \u201e30. April 1946\u201c. An diesen Tag also trat Albert Schloss seine R\u00fcckreise in die Heimat an.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3872\" aria-describedby=\"caption-attachment-3872\" style=\"width: 205px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Foto-scaled.jpg\" rel=\"lightbox-17\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3872 size-medium\" src=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Foto-205x300.jpg\" alt=\"\" width=\"205\" height=\"300\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Foto-205x300.jpg 205w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Foto-701x1024.jpg 701w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Foto-768x1121.jpg 768w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Foto-1052x1536.jpg 1052w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Foto-1403x2048.jpg 1403w, https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schloss_Foto-scaled.jpg 1753w\" sizes=\"auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3872\" class=\"wp-caption-text\">Bild 18: Fotografie von etwa 1949: Albert Schlo\u00df vor seinem Wohnhaus in M\u00fchlhausen, zusammen mit dem etwa 6-j\u00e4hrigen Ralf Kriegel, dem Enkel von Frau Preussner, die eine Freundin der Eheleute Schlo\u00df gewesen ist.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die gleichzeitig \u00fcbergebene Fotografie von etwa 1949 zeigt Albert Schlo\u00df vor seinem Wohnhaus in M\u00fchlhausen, zusammen mit dem etwa 6-j\u00e4hrigen Ralf Kriegel, dem Enkel von Frau Preussner, die eine Freundin der Eheleute Schlo\u00df gewesen ist.<\/p>\n<hr \/>\n<p><u><a id=\"Nachweise\"><\/a>Quellen und Bemerkungen:<\/u><\/p>\n<ol>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ol>\n<li>Johann Fleischmann (Hg. und Autor): Mesusa 3. Spuren j\u00fcdischer Vergangenheit an Aisch, Aurach, Ebrach und Seebach. Die j\u00fcdischen Friedh\u00f6fe von Zeckern, Walsdorf, Aschbach, Uehlfeld, M\u00fchlhausen, Lisberg, Burghaslach und Reichmannsdorf. M\u00fchlhausen, 2003, S. 252 ff: Der j\u00fcdische Friedhof M\u00fchlhausen, S. 276-277: Grab der Karolina Schlo\u00df<\/li>\n<li>Johann Fleischmann (Hg. und Autor): Mesusa 5. Geschichtssplitter und Chronik der Familie Steinacher. M\u00fchlhausen, 2003, S. 210 ff: 1919-1942: Aus dem Abmelderegister der Marktgemeinde M\u00fchlhausen, (S. 212: Grete Schloss)<\/li>\n<li>Rajaa Nadler: Der j\u00fcdische Friedhof Ermreuth. Hg. Zweckverband Synagoge Ermreuth, Forchheim 1998, S. 291: Stammbaum Familie Holzinger\/Schlo\u00df<\/li>\n<li>Rajaa Nadler: Die j\u00fcdische Schule Ermreuth, mit einem Beitrag zur Ortsschule. Verlag Kulturamt des Landkreises Forchheim, 1. Auflage 2006. Auf Seite 86 und 87 findet sich eine Tabelle der Sch\u00fclerzahlen zwischen 1833 und 1916. Einer von diesen Sch\u00fclern war Albert Schlo\u00df. Es besteht ein Desiderat der weitergehenden Beforschung des Lebens von Albert Schlo\u00df.<\/li>\n<li>Gerhard Jochem, Ulrike Kettner: Gedenkbuch f\u00fcr die N\u00fcrnberger Opfer der Shoah. Selbstverlag des Stadtarchivs N\u00fcrnberg, 1998. Nr. 1775 \u2013 Schlo\u00df, Getti; Nr. 1781 \u2013 Schlo\u00df, Maria<\/li>\n<li>Informationen des ehem. 1. Vorsitzenden des Vereins \u201eFreundes- und F\u00f6rderkreis Synagoge Ermreuth e.V.\u201c und Forchheimer Heimatforschers Rolf Kie\u00dfling<\/li>\n<li>Im Internet findet man mehrfach die Angabe, der Ermreuther Hermann Schlo\u00df sei nach Forchheim gegangen und habe dort das \u201eKaufhaus Hermann Schlo\u00df\u201c begr\u00fcndet. Das ist falsch, denn der Kaufhausbesitzer war in Gunzenhausen geboren.<\/li>\n<li><strong><u><a href=\"http:\/\/www.statistik-des-holocaust.de\/list_ger_bay_420901.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">http:\/\/www.statistik-des-holocaust.de\/list_ger_bay_420901.html<\/a><br \/>\n<\/u><\/strong> Statistik und Deportation der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung aus dem Deutschen Reich. Zum Transport XII\/2 Wiesbaden \u2013 Frankfurt \u2013 Theresienstadt am 01.09.1942<\/li>\n<li><strong><u><a href=\"http:\/\/www.statistik-des-holocaust.de\/list_ger_bay_420324.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">http:\/\/www.statistik-des-holocaust.de\/list_ger_bay_420324.html<\/a><br \/>\n<\/u><\/strong> Statistik und Deportation der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung aus dem Deutschen Reich. Zum Transport DA34 W\u00fcrzburg \u2013 N\u00fcrnberg \u2013 Krasniczyn\/Izbica am 24.03.1943<\/li>\n<li><strong><u>https:\/\/www.j\u00fcdische-gemeinden.de\/index.php\/gemeinden\/m-o\/1346-muehlhausen-mittelfranken-bayern<\/u><\/strong><strong><u><br \/>\n<\/u><\/strong> Aus der Geschichte der j\u00fcdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum M\u00fchlhausen (Mittelfranken\/Bayern)<\/li>\n<li><strong><a href=\"https:\/\/www.alemannia-judaica.de\/muehlhausen_erh_synagoge.htm\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.alemannia-judaica.de\/muehlhausen_erh_synagoge.htm <\/a><\/strong>J\u00fcdische Gemeinde von M\u00fchlhausen (Gemeinde und Synagoge).<\/li>\n<li>Klaus Guth (Hg.): J\u00fcdische Landgemeinden in Oberfranken (1800 &#8211; 1942), S. 254<\/li>\n<li>Postkarte Albert Schlo\u00df an Familie Pr\u00f6ls. Geschenk von Otto Pr\u00f6ls an den Verein \u201eForum Alte Synagoge M\u00fchlhausen e.V.\u201c<\/li>\n<li>Ausz\u00fcge aus den Lebenserinnerungen des Otto Pr\u00f6ls aus einem Bericht des \u201eFr\u00e4nkischer Tag\u201c vom 27.11.2020: \u201eErinnerung an j\u00fcdische Nachbarn\u201c, <strong><a href=\"https:\/\/www.infranken.de\/lk\/gem\/erinnerung-an-juedischen-nachbarn-art-5121426\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">https:\/\/www.infranken.de\/lk\/gem\/erinnerung-an-juedischen-nachbarn-art-5121426<\/a><\/strong><\/li>\n<li>Ausz\u00fcge aus den Lebenserinnerungen des Otto Pr\u00f6ls aus einem Bericht der \u201eN\u00fcrnberger Nachrichten\u201c vom 27.11.2020: \u201eDa musst Du was machen\u201c.<\/li>\n<li>Gespr\u00e4ch des Verfassers mit dem N\u00fcrnberger Privathistoriker Leibl Rosenberg am 07.06.2021 (Todestag des Hermann Schlo\u00df, Schutzhaft des Albert Schlo\u00df)<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Bildnachweise:<\/u><\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li>Bild 1, 9, 12, 13, 14: Collage Otto Pr\u00f6ls, 2020<\/li>\n<li>Bild 2, 3, 6, 8: Christof Eberstadt<\/li>\n<li>Bild 4: Johann Fleischmann (Hg.): Mesusa 3, S. 276 und 277<\/li>\n<li>Bild 5: <u>https\/www.statistik-des-holocaust.de\/TT420901-37.jpg<\/u><\/li>\n<li>Bild 7: Postkarte Albert Schlo\u00df an Familie Pr\u00f6ls, geschrieben 19. Februar 1946, gestempelt 22. Februar 1946<\/li>\n<li>Bild 10, 11, 15: Kristina Fleischmann, 2021<\/li>\n<li>Bild 16: Kristina Fleischmann, 2025<\/li>\n<li>Bild 17, 18: Christof Eberstadt, 2025<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Der letzte Jude von M\u00fchlhausen &#8211; Eine Hommage an Albert Schlo\u00df von Christof Eberstadt Lesen Sie hier: Albert Schlo\u00df &#8211; Der letzte Jude von M\u00fchlhausen Albert Schlo\u00df: Entlassungssschein aus dem KZ Theresienstadt Quellen, Bemerkungen und Bildnachweise Albert Schlo\u00df &#8211; Der letzte Jude von M\u00fchlhausen Otto Pr\u00f6ls entstammt einer M\u00fchlhausener Familie, die \u00fcber alle Zeiten &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/en\/projekte\/albert-schloss\/\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\"> &#8220;Albert Schlo\u00df&#8221;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"parent":1576,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2592","page","type-page","status-publish","hentry"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2592","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2592"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2592\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3879,"href":"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2592\/revisions\/3879"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1576"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/synagoge-muehlhausen.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2592"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}